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Weltweit sind geschätzt ca. 190 Millionen Menschen sog. „Migranten“.

Das sind 3 % der Weltbevölkerung. Die wenigsten davon verlassen aus Neugier oder Eroberungswillen ihre Heimat. Meist ist die Immigration mit lebensbedrohlichen Umständen verbunden. Vielleicht wurden diese Menschen sogar als Arbeiter gerufen und sind geblieben? Familienverbände werden zerrissen und der Migrant kommt in ein Land, das sich in Sprache und Kultur von seiner Heimat unterscheidet. Wie viel der eigenen Kultur wären Sie in einem solchen Fall bereit abzulegen? Wie viel Integration ist für das Individuum leistbar? Das eigene Land zu verlassen hat gute Gründe gehabt, die es zu respektieren gilt. Vorurteile verkleinern sich, je mehr man einander kennen lernt, Toleranz ist die Basis jeder demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft. Wenn Sie Migranten beherbergt: umso mehr! Seien Sie tolerant.

Junge Erwachsene in Not

Sie sind so genannte Scheidungskinder, schon längst aus den Kinderschuhen raus. Junge Männer und Frauen, die ihre ersten Schritte, mehr schlecht als recht, ins erwachsene Leben hinein vollzogen haben. Meist bei der Mutter aufgewachsen, haben sie vielleicht wenig  Kontakt zum Vater. Ihre Eltern leben in neuen Beziehungen, es gibt kleinere Halbgeschwister. Michael, 21 Jahre alt ist so einer. Schule gerade so geschafft, Ausbildung beim 2. Anlauf beendet, jetzt arbeitslos. Papa lebt irgendwo in Deutschland, Anschrift unbekannt. Mama ist wieder verheiratet und hat sich mit ihrem neuen Glück in die nächste Großstadt abgesetzt. Mit der Oma mütterlicherseits gibt es Streit. Um die Finanzen steht es schlecht, ebenso ist es mit den Freunden. Der soziale Absturz droht. Michael hat schon einige Nächte auf der Parkbank verbracht. Was diesen jungen Menschen fehlt, ist familiärer Rückhalt. Liebe Eltern, lassen Sie Ihre fast erwachsenen Kinder nicht im Regen stehen. Ist Blut dicker als Wasser?

Gratuliere! Sie haben eine sehr gute Entscheidung getroffen. Sie gehören zu den Männern, die das Kinderpflege- und Erziehungsmonopol von uns Frauen endlich aufbrechen. Sie sind bereit kleinen Jungen und Mädchen väterliche Wärme und männliches Fachwissen zu vermitteln. Sie bringen den Bass in das Leben von Kindern und erweitern damit deren Lebensrepertoire um eine dringend notwendige Größe. Zu Ihnen gehört eine Frau, die bereit ist Sie nach bestem Wissen zu unterstützen, eine die Mutterliebe genauso hoch bewertet wie Vaterliebe und die das Stigma der „Rabenmutter“ über Bord geworfen hat. Mein Tipp: Nutzen Sie ungeniert die seit langem bewährten Netzwerke von Mütter. Machen Sie aus reinen Mutter-Kindgruppen Elterngruppen. Halten Sie Ausschau nach Männern Ihrer Sorte, tun Sie sich zusammen und tauschen Sie sich aus. Bleiben Sie selbstbewusst, auch wenn Sie der einzige Mann vor Ort sind. Lernen Sie ein Vater zu sein. Ihr Kind ist es wert!

Wenn Sie bei diesem Satz zuerst an Musik gedacht haben, dann steht es schlecht um ein besonders weibliches Bekleidungsstück, den Damenrock!

Schauen Sie sich in ihrem Umfeld einmal um: Uniformer (jeansblauer) Hoseneinheitslook. Steht das für Emanzipation und Gleichberechtigung? Was veranlasste uns Frauen dem Rock die kalte Schulter zu zeigen? Dieses Kleidungsstück ist in jeder Jahreszeit ganz unproblematisch einzusetzen. Ob lang oder kurz, weit schwingend oder eng, in Falten, bunt oder uni. Frauenmode lässt sich damit  noch vielfältiger gestalten. Sie beleben eine lange Tradition weiblicher Mode und können einen spielerischen Umgang damit finden. Wenn Sie sowieso einige Röcke in Ihrem Kleiderschrank liegen haben, dann lassen Sie diese guten Stücke mal wieder an die frische Luft, oder erneuern Sie Ihr Outfit mit aktueller Mode. Wenn es Ihnen Freude bereitet „etwas Bein zu zeigen“, dann genießen Sie dieses Gefühl ungeniert und ohne Hintergedanken.

Wissen Sie warum es unmöglich ist ein guter Vater zu sein?

Unser Denken ist geprägt von der „guten Mutter“, der „gute Vater“ muss sich seinen Weg in die Realität noch hart erkämpfen. Vor Jahrzehnten standen werdende Väter noch nervös vor dem Kreissaal, dann begannen sie Kinderwagen zu schieben und nahmen an der Geburtsvorbereitung teil. Leider wertschätzen Arbeitgeber und Kollegen den Wunsch eines Mannes nach Erziehungszeiten noch wenig. Die Berufswelt schließt aktive Vaterschaft fast aus und so bleibt der Hausmann weitestgehend ein Einzelfall. Freizeit- und Wochenendväter versuchen den Ausgleich. Der Gesetzgeber verwehrt es Vätern nicht auf ihr Erziehungsrecht zu verzichten. Sie können ohne weiteres ihr Kind sitzen lassen und die finanzielle Unterstützung verweigern. Bis vor kurzem sogar mit dem Argument, es gäbe da Nachwuchs in der neuen Beziehung, den es zu versorgen gilt. Männer, die dann aus Liebe zu der Frau in die Bresche springen wollen, haben ein schweres Los. Sie haben Erziehungsrecht, soweit Mama es zulässt. Vater Staat nimmt sie in die finanzielle Pflicht, wenn sie mit Mutter und Kind zusammenleben. Im Falle einer Trennung steht ihnen kein Recht am Kind zu. Mein Rat: Männer, wehrt euch!

Täter-Opfer-Ausgleich

Ich bin es leid mich auf die Opferrolle reduzieren zu lassen. Mein langjähriger Berufsalltag mit Frauen  spricht eine andere Sprache. Und die beruflichen Erfahrungen, die ich mit Jungen und Männer mache, sind eines Aufschreies wert.

Vielleicht ist es für einige Frauen recht bequem immer wieder auf die angebliche Stärke und Übermacht der Männer hinzuweisen, obwohl das Patriarchat, zumindest in unserem Land, schon längst keine Chance mehr hat. Natürlich kann frau sich dann zusammenrotten und aus der weiblichen Gemeinschaft Kraft schöpfen für den Gegenangriff, der selbstverständlich gerechtfertigt ist, weil: “Der hat angefangen, der hat Schuld.”

Lassen Sie sich die Frage gefallen, ob diese Haltung vielleicht überholt sein könnte?

Statt die Differenzen zu pflegen scheint es mir an der Zeit  Gemeinsamkeiten zu nutzen und den Unterschieden mit Toleranz zu begegnen. Ist es nicht herrlich, wenn der eine Das und die andere Jenes gut kann und sich beide dadurch gut ergänzen und durch Leben bringen?

Alles hat seine Zeit, lila Latzhosen genauso wie Demonstrationen gegen den § 218. Welche Zeit ist jetzt angebrochen. Ich meine: “Männer und Frauen vereinigt euch” könnte das Motto zu Beginn dieses Jahrhunderts sein.

Na, dann viel Spaß dabei!!!

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